Zerstörungsfreie Qualitätssicherung in der Pharmaindustrie

In der pharmazeutischen Produktion und Medizintechnik ist Qualitätssicherung nicht nur ein regulatorisches Muss, sondern eine zentrale Voraussetzung für Produktsicherheit und Patientenschutz.

Zerstörungsfreie Qualitätssicherung in der Pharmaindustrie

In der pharmazeutischen Produktion und Medizintechnik ist Qualitätssicherung nicht nur ein regulatorisches Muss, sondern eine zentrale Voraussetzung für Produktsicherheit und Patientenschutz. Besonders bei festen Darreichungsformen wie Tabletten sowie bei komplexen Verpackungslösungen wie Blisterschachteln kommt es auf Präzision, Integrität und Vollständigkeit an – sowohl äußerlich als auch im Inneren.

Hier zeigt die industrielle Computertomographie (CT) ihre Stärken: als zerstörungsfreies, hochauflösendes Prüfverfahren zur Detektion von Fehlern und Normabweichungen.

CT als vielseitiges Prüfwerkzeug für feste Arzneiformen und Verpackungen

Die industrielle CT-Technik ermöglicht es, sowohl die äußere Form als auch die innere Struktur pharmazeutischer Produkte präzise zu analysieren – und das vollständig zerstörungsfrei.

Dabei wird ein dreidimensionales Volumenmodell rekonstruiert, das mit spezieller Software ausgewertet werden kann.

Mehr über unsere Softwarelösung

Anwendungsbeispiele

Qualitätskontrolle von Verpackungen

CT-Scans können eingesetzt werden, um Blisterverpackungen oder Kartonverpackungen auf Vollständigkeit, Maßhaltigkeit und Dichtigkeit zu prüfen ohne diese zu öffnen. So lässt sich etwa kontrollieren, ob alle Tabletten vorhanden und unversehrt sind, ob Blister beschädigt sind oder ob die Füllmenge der Schachteln korrekt ist. 

Defekterkennung in festen Arzneiformen

Typische Fehler, die durch CT erkannt werden können, sind:

  • Risse im Tablettenkern
  • Hohlräume oder Lunker
  • Delaminierungen in der Beschichtung
  • Bruchstellen in Applikatoren oder Verpackungskomponenten

3D-Rekonstruktion & digitale Dokumentation

Die aus den CT-Daten generierten 3D-Modelle ermöglichen eine detaillierte und reproduzierbare Fehleranalyse – auch retrospektiv.

Dies bietet Vorteile bei Audits, Rückverfolgbarkeit, Dokumentation gemäß der Medizinprodukteverordnung (MDR) und der Optimierung von Herstellprozessen.

CT-Scan einer Blisterverpackung: Deutlich sichtbar sind beschädigte und fehlende Tabletten – eine von vielen Anwendungsmöglichkeiten der zerstörungsfreien Qualitätsprüfung in der Pharmaindustrie.

Effiziente Qualitätssicherung als Dienstleistung

Regelmäßige Stichprobenprüfungen mit industrieller CT verhindern nicht nur teure Rückrufaktionen, sondern liefern auch eine lückenlose Dokumentation für Audits und regulatorische Anforderungen – und das zu einem Bruchteil der Kosten einer großflächigen Rückrufaktion.

Für viele Unternehmen ist die Investition in eigene CT-Anlagen jedoch weder wirtschaftlich noch praktikabel. Genau hier setzt Microvista an:

  • CT-Labor in Blankenburg (Harz): Präzise Prüfung von Bauteilen oder Verpackungen.

  • Mobiles CT-System ScanExpress: Bringt das CT-Labor direkt zu Ihnen – reduziert Logistikaufwand und ermöglicht schnelle Prüfungen vor Ort.

So profitieren auch kleinere und mittlere Unternehmen unkompliziert von modernster Qualitätssicherung – ohne eigene Investitionen tätigen zu müssen.

Fazit: CT als Schlüsseltechnologie für die Pharmaindustrie

Die industrielle Computertomographie hat sich als wertvolles Werkzeug für die Qualitätssicherung und Fehleranalyse in der Pharma- und Medizintechnik etabliert.

Die Prüfung von Verpackungen und Arzneiformen erfolgt vollständig, zerstörungsfrei und in 3D und eröffnet somit neue Möglichkeiten in der Prozesskontrolle und Produktentwicklung. Besonders im Hinblick auf strengere regulatorische Anforderungen (z. B. durch die Medizinprodukteverordnung) ist die industrielle Computertomographie ein zukunftsfähiger Baustein für digitale und zuverlässige Qualitätssicherung.

Jetzt Gratisberatung anfragen