ERSTMUSTERPRÜFBERICHT (EMPB)

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Was ist ein Erstmusterprüfbericht (EMPB)?

Ein Erstmusterprüfbericht (EMPB) ist ein standardisiertes Dokument zur Produktfreigabe, das im Rahmen des Production Part Approval Process (PPAP) oder nach VDA Band 2 (Verband der Automobilindustrie) erstellt wird. Der EMPB dient als Nachweis, dass ein Lieferant die Anforderungen an das Produkt verstanden hat und in der Lage ist, dieses Produkt in die Serienfertigung unter realen Produktionsbedingungen zu überführen.

Zentrale Funktionen des Erstmusterprüfberichts:

Dokumentation der Produktqualität: Der Erstmusterprüfbericht dokumentiert alle relevanten Prüfergebnisse, Messungen und Analysen der ersten Teile aus dem Produktionsprozess. Er enthält Informationen zu Maßen, Toleranzen, Materialeigenschaften und funktionalen Merkmalen.

Nachweis der Konformität: Mit dem EMPB weist der Lieferant nach, dass das Bauteil oder die Baugruppe alle Spezifikationen, Zeichnungen und Qualitätsanforderungen des Kunden erfüllt. Dies schließt auch die Einhaltung von Normen wie IATF 16949, ISO 9001 oder branchenspezifischen Standards ein.

Transparenz zwischen Kunde und Lieferant: Der Erstmusterprüfbericht wird dem Kunden zur Prüfung vorgelegt und schafft Vertrauen. Er zeigt, dass die Fertigung unter den Vorgaben des Kunden durchgeführt wurde und reproduzierbar ist.

Freigabe für Serienfertigung: Erst nach erfolgreicher Prüfung und Freigabe des EMPB durch den Kunden darf der Lieferant mit der Serienproduktion beginnen. Der Erstmusterprüfbericht hält somit den Übergang vom Erstmuster zur Serie fest.

Bedeutung des EMPB in der Automobilindustrie

In der Automobilindustrie spielt der Erstmusterprüfbericht eine zentrale Rolle im Qualitätsmanagement. Fahrzeugkomponenten unterliegen höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards – bereits kleine Abweichungen können zu Funktionsstörungen, Rückrufen oder Sicherheitsrisiken führen.

Warum ist der EMPB so wichtig?

Sicherstellung der Produktqualität: Der EMPB stellt sicher, dass jedes Bauteil – vom Zylinderkopf über Hairpin-Statoren bis zu Batteriesystemen – exakt den Spezifikationen entspricht, bevor es in Fahrzeugen verbaut wird.

Rückverfolgbarkeit: Jeder Erstmusterprüfbericht dokumentiert den gesamten Bemusterungsprozess. Im Fall von Qualitätsproblemen lässt sich nachvollziehen, welche Tests durchgeführt wurden und ob alle Anforderungen erfüllt waren.

Lieferantenqualifikation: Neue Lieferanten oder Unterlieferanten müssen durch Erstmusterprüfberichte nachweisen, dass sie die geforderten Qualitätsstandards erfüllen. Dies ist Voraussetzung für die Aufnahme in die Lieferkette.

Kostenreduktion: Durch frühzeitig erkannte Fehler im Produktionsprozess verhindert der EMPB teure Nachbesserungen, Ausschuss oder Produktionsstillstände in der Serienfertigung.

Compliance: Die Einhaltung von Standards wie VDA Band 2, PPAP (nach AIAG) oder IATF 16949 ist für Zulieferer der Automobilindustrie verpflichtend. Der Erstmusterprüfbericht dokumentiert diese Compliance gegenüber OEMs.

Erstmusterprüfbericht nach VDA und PPAP

Je nach Region und Kunde gibt es unterschiedliche Standards für die Erstbemusterung. Die beiden wichtigsten sind VDA Band 2 (Europa) und PPAP (Nordamerika).

VDA Band 2 (Produktionsprozess- und Produktfreigabe)

Der VDA Band 2 ist der europäische Standard für die Produktfreigabe, herausgegeben vom Verband der Automobilindustrie. Er definiert den Prozess der PPF (Produktionsprozess- und Produktfreigabe) und beschreibt, welche Nachweise ein Lieferant erbringen muss.

Inhalte eines Erstmusterprüfberichts nach VDA:

  • Deckblatt mit Stammdaten (Lieferant, Kunde, Teilenummer, Zeichnungsstand)
  • Maßblätter mit allen Prüfmerkmalen und Toleranzen
  • Messprotokolle (taktile Messung, optische Messung, CT-Auswertung)
  • Materialprüfzeugnisse
  • Prozessnachweis (FMEA, Prüfplan, Produktionslenkungsplan)
  • Erstmusterprüfung innerer Strukturen (z. B. Porositätsanalyse, Schweißnahtprüfung)

PPAP (Production Part Approval Process)

Der PPAP ist der nordamerikanische Standard, entwickelt von der AIAG (Automotive Industry Action Group). Er ist dem VDA Band 2 ähnlich, unterscheidet sich jedoch in Detailtiefe und Dokumentationsumfang.

PPAP-Level (1-5): Je nach Risiko und Kundenanforderung wird ein PPAP-Level festgelegt. Level 3 (am häufigsten) erfordert einen vollständigen Erstmusterprüfbericht mit allen Messprotokollen und Nachweisen.

VDA und PPAP im Vergleich

Beide Standards verfolgen dasselbe Ziel: die Sicherstellung, dass der Lieferant fähig ist, Produkte in gleichbleibender Qualität zu fertigen. Der EMPB nach VDA ist in Europa üblich, während nordamerikanische Kunden meist PPAP verlangen. Insgesamt ist der Erstmusterprüfbericht in beiden Systemen das zentrale Dokument zur Produktfreigabe.

Wann ist ein Erstmusterprüfbericht erforderlich?

Ein Erstmusterprüfbericht muss in verschiedenen Situationen angefertigt werden – nicht nur bei Neuteilen, sondern auch bei Änderungen am Produkt oder Produktionsprozess.

Typische Anforderungen für einen EMPB:

  • Vorserien- und Neuteile: Bei der Entwicklung neuer Bauteile oder Baugruppen ist eine Erstbemusterung zwingend erforderlich, um die Serienreife zu dokumentieren.
  • Neuer Lieferant oder Unterlieferant: Wechselt ein Kunde den Lieferanten für ein bestehendes Bauteil, muss der neue Lieferant durch einen EMPB nachweisen, dass er die Qualitätsanforderungen erfüllt.
  • Materialwechsel: Änderungen am Werkstoff (z. B. von Aluminium auf Magnesium) erfordern eine erneute Erstmusterprüfung, da sich Materialeigenschaften auf Funktion und Haltbarkeit auswirken.
  • Angepasste Fertigungsverfahren: Modifikationen an Produktionsprozessen wie Klebungen, Lötungen, Schweißungen oder Gießverfahren machen einen neuen Erstmusterprüfbericht notwendig.
  • Einsatz neuer Produktionswerkzeuge und -Mittel: Neue Spritzgießwerkzeuge, Druckgussformen oder CNC-Programme können Abweichungen erzeugen.
  • Verlagerung des Produktionsstandortes: Wird die Fertigung an einen anderen Standort verlagert, ist eine neue Erstbemusterung erforderlich.
  • Längeres Aussetzen der Fertigung: Nach längeren Produktionspausen (häufig >2 Jahre) kann der Kunde eine erneute Bemusterung verlangen.
  • Korrekturmaßnahmen nach Qualitätsproblemen: Treten in der Serienproduktion Fehler auf, muss ein aktualisierter EMPB die Wirksamkeit der Maßnahmen belegen.

Wiederholte Erstbemusterung

Die Erstbemusterung wird so lange wiederholt, bis alle Anforderungen erfüllt sind. Der Erstmusterprüfbericht kann der Lieferant erst dann beim Kunden einreichen, wenn sämtliche Prüfmerkmale innerhalb der Toleranzen liegen und alle Nachweise vollständig vorliegen.

Erstellung eines Erstmusterprüfberichts – Schritt für Schritt

Die Erstellung von Erstmusterprüfberichten folgt einem klar definierten Prozess, um Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.

Ablauf der EMPB-Erstellung:

1. Planung und Vorbereitung

  • Klärung der Kundenanforderungen (VDA oder PPAP, Level, Umfang)
  • Festlegung der Prüfmerkmale basierend auf Zeichnung und Spezifikation
  • Auswahl geeigneter Prüfverfahren (taktil, optisch, CT)

2. Produktion unter realistischen Bedingungen

  • Fertigung der ersten Teile im Serienprozess (nicht im Prototypenbau)
  • Dokumentation aller Produktionsparameter
  • Einhaltung der realen Produktionsbedingungen

3. Durchführung der Prüfungen

  • Dimensionale Messungen (Maße, Toleranzen, Geometrie)
  • Materialprüfungen (Zugfestigkeit, Härte, chemische Zusammensetzung)
  • Funktionsprüfungen (Dichtheit, Belastbarkeit, Lebensdauer)
  • Zerstörungsfreie Prüfung mit industrieller CT (Porositätsanalyse, Wandstärkenmessung, innere Defekte)

4. Dokumentation

  • Erstmusterprüfbericht erstellen mit allen Messergebnissen
  • Erstellung von Prüfprotokollen, Maßblättern und Nachweisdokumenten
  • Ergänzung durch Prozessnachweise (FMEA, Kontrollpläne)
  • Zusammenstellung aller erforderlichen Anlagen

5. Prüfung und Freigabe

  • Vorlage des vollständigen EMPB beim Kunden
  • Prüfung durch Qualitätsmanagement des Kunden
  • Bei Abweichungen: Nachbesserung und erneute Bemusterung
  • Nach erfolgreicher Prüfung: Freigabe für Serienfertigung

Herausforderungen bei der Erstellung

Komplexe Geometrien: Viele moderne Bauteile (z. B. bionische Strukturen, additive Fertigung) sind mit konventionellen Methoden schwer messbar. Hier bietet industrielle CT entscheidende Vorteile.

Innenliegende Merkmale: Schweißnähte, Lötstellen, Klebungen oder Porositäten im Inneren von Bauteilen sind äußerlich nicht sichtbar. Ohne zerstörungsfreie Prüfung müssten Erstmuster zerschnitten werden – ein kostspieliger und zeitaufwändiger Prozess.

Zeitdruck: Verzögerungen bei der EMPB-Erstellung können den gesamten Serienstart gefährden. Express-Services und effiziente Prüfverfahren sind daher entscheidend.

Industrielle CT für die Erstmusterprüfung – Die Vorteile

Die industrielle Computertomographie (CT) revolutioniert die Erstbemusterung. Microvista bietet CT-Prüfungen, die weit über klassische Messverfahren hinausgehen und einen vollständigen 3D-Einblick in jedes Bauteil ermöglichen.

Warum CT für Erstmusterprüfberichte?

  • Zerstörungsfreie Prüfung: Das Erstmuster bleibt intakt und kann nach der Prüfung weiterverwendet werden
  • Vollständige 3D-Analyse: Jede innere Struktur wird erfasst – von Porositäten über Schweißnahtfehler bis zu Wandstärkenabweichungen
  • Prüfung des gesamten Bauteils: CT prüft das komplette Volumen auf Fehlerhaftigkeit
  • Messung komplexer Geometrien: Hinterschnitte, Hohlräume, filigrane Strukturen – CAD-Soll-Ist-Vergleiche inklusive
  • Prüfung von Verbindungen: Lötungen, Klebungen und Schweißungen werden auf Poren, Lunker und Anbindungsfehler untersucht
  • Falschfarbenbilder: 3D-Visualisierungen zeigen geometrische Abweichungen farbcodiert
  • VDA-konforme Dokumentation: Alle CT-Prüfergebnisse werden normkonform dokumentiert
  • Schnelle Ergebnisse: Express-Service mit Ergebnissen in unter 3 Tagen

Typische CT-Prüfungen für EMPB

Besondere Vorgaben nach VDA für CT-Prüfungen

Der VDA Band 2 erkennt industrielle CT als Prüfverfahren ausdrücklich an, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:

  • Kalibrierung und Rückverfolgbarkeit der Messmittel
  • Prozessfähigkeitsnachweis (Gage R&R)
  • Dokumentation der CT-Parameter (Voxelgröße, Scanparameter, Auswertungsalgorithmus)
  • Angabe von Messunsicherheiten

Microvista erfüllt alle VDA-Anforderungen und ist ISO 9001:2015 zertifiziert – Ihre Garantie für normkonforme Erstmusterprüfberichte.

1. CT-Laborprüfung – Full-Service für Ihre Erstmuster

Senden Sie Ihre Bauteile oder Baugruppen an unser ISO-zertifiziertes CT-Labor. Unsere Experten übernehmen Scan, Auswertung und Berichterstellung.

Ideal für:

  • Einmalige Erstbemusterungen
  • Komplexe Bauteile mit hohen Anforderungen
  • Kunden ohne eigenes CT-Equipment

Technische Daten:

  • Max. Einhüllkreis: 715 mm
  • Max. Länge: 1600 mm
  • Max. Gewicht: 100 kg
  • Räumliche Auflösung: 0,02 bis 1 mm
  • Messgenauigkeit: ±0,025 mm

Lieferzeit:

  • Standard: 14 Tage
  • Bemusterung: <3 Tage
  • Express: <24 Stunden (+30% Aufpreis)

Mehr zur CT-Laborprüfung

2. Cloud-Auswertung – Für Kunden mit eigenem CT

Sie besitzen bereits ein industrielles CT? Nutzen Sie unseren Cloud-Service für professionelle Auswertung Ihrer Scan-Daten.

So funktioniert’s:

  • Sie scannen Ihre Erstmuster mit Ihrem eigenen CT
  • Upload der rekonstruierten CT-Daten in die Microvista Secure Cloud
  • KI-gestützte automatische Auswertung nach Ihren Vorgaben
  • Ergebnisübermittlung als Prüfbericht und Daten

Vorteile:

  • Enorme Zeitersparnis durch Automatisierung
  • Meist <24 Stunden Bearbeitungszeit
  • Kein manueller Auswertungsaufwand
  • VDA- und PPAP-konforme Berichte

Mehr zur Cloud-Auswertung

3. Mobiles CT (ScanExpress) – Das Labor kommt zu Ihnen

Das weltweit einzige mobile industrielle CT-System wird direkt an Ihrem Produktionsstandort aufgestellt. Ideal für umfangreiche Erstbemusterungen oder Serien-Vorstarts.

Perfekt für:

  • Große oder empfindliche Erstmuster (Transport riskant)
  • Umfangreiche Bemusterung vor Serienstart
  • SOP-Freigaben (Start of Production)
  • Temporäre CT-Inspektion während Produktionsanlauf

Zwei Versionen:

  • ScanExpress Long: Max. Hüllkreis 798 mm, max. Höhe 1802 mm
  • ScanExpress Compact: Platzsparend für beengte Produktionsumgebungen

Ihre Vorteile:

  • Kein Transportrisiko für wertvolle Erstmuster
  • Sofortige Prüfergebnisse vor Ort
  • Flexible Mietdauer (Minimum 1 Monat)
  • Vollautomatische KI-gestützte Auswertung
  • 24/7-Support durch Microvista-Experten

Mehr zum mobilen CT

Microvista Services für Ihren Erstmusterprüfbericht

Microvista bietet drei flexible Service-Modelle, die perfekt auf die Anforderungen der Erstbemusterung zugeschnitten sind. Wählen Sie die Lösung, die am besten zu Ihrem Projekt passt.

EMPB mit Microvista

Der Erstmusterprüfbericht (EMPB) ist das zentrale Dokument für die Produktfreigabe nach VDA Band 2 oder PPAP. Er dokumentiert, dass Ihr Produkt alle Qualitätsanforderungen erfüllt und unter realen Produktionsbedingungen gefertigt werden kann.

Microvista unterstützt Sie bei der Erstellung Ihres EMPB mit:

  • Zerstörungsfreier industrieller CT – für vollständige 3D-Analyse
  • VDA- und PPAP-konformer Dokumentation – normgerechte Prüfberichte
  • Express-Service – Ergebnisse in <3 Tagen
  • Drei flexiblen Service-Modellen – Labor, Cloud oder mobiles CT
  • ISO 9001:2015 Zertifizierung – garantierte Prozessqualität
  • Über 10 Jahren Erfahrung – Experten für Automobilindustrie und Zulieferer

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was kostet ein Erstmusterprüfbericht mit CT?

Die Kosten variieren je nach Bauteilgröße, Komplexität und Prüfumfang. Für ein typisches 200-mm-Bauteil mit Porositätsanalyse beginnen die Preise bei 125 € für Einzelprüfungen. Kontaktieren Sie uns für ein individuelles Angebot.

Wie lange dauert die Erstellung eines EMPB?

Standardlieferzeit: 14 Tage. Bemusterungen: <3 Tage. Express-Option: <24 Stunden verfügbar.

Ist industrielle CT für VDA Band 2 zugelassen?

Ja, industrielle CT ist als Prüfverfahren im VDA Band 2 anerkannt, sofern alle metrologischen Anforderungen (Kalibrierung, Prozessfähigkeit, Messunsicherheit) erfüllt sind – was bei Microvista garantiert ist.

Können auch große Bauteile geprüft werden?

Ja, unser CT-Labor prüft Bauteile bis 715 mm Durchmesser und 1600 mm Länge. Für noch größere Komponenten bieten wir mobile CT-Lösungen an.

Welche Branchen nutzen Ihre EMPB-Services?

Hauptsächlich Automobilindustrie, E-Mobilität, Gießereien, Luftfahrt und Medizintechnik – überall dort, wo höchste Qualitätsanforderungen gelten.

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