Qualitätsmanagement

APQP

die strukturierte Qualitätsvorausplanung für neue Produkte und Prozesse

Auch bekannt als: Advanced Product Quality Planning, Qualitätsvorausplanung, APQP-Methode

Was ist APQP?

APQP bezeichnet die strukturierte Qualitätsvorausplanung für neue Produkte und Prozesse. Im industriellen Umfeld wird der Begriff genutzt, um Qualitätsrisiken systematisch zu steuern und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Die methodische Grundlage basiert auf statistischen und prozessorientierten Konzepten. Im Zentrum stehen Phasenmodell von Planung bis Rückführung mit Core Tools. CT-Daten können diese Systeme um innere Bauteilinformationen ergänzen und damit die Evidenzqualität erhöhen.

Relevante Kennzahlen

  • Wirksamkeit der Methode anhand definierter KPI und Zielwerte.
  • Reaktionszeit zwischen Abweichungserkennung und stabiler Korrektur.
  • Nachhaltigkeit der Massnahmen über mehrere Produktionszyklen.

Normbezug und Schwellwerte

  • Normbezug: AIAG APQP (APQP-3, Version 3rd Edition, Published: Mar 2024) sowie IATF 16949:2016 und ISO 9001:2015.
  • Typische Schwellwerte (Praxis): 100 % APQP-Deliverables je Gate; offene Risiken mit hoher Priorität vor SOP = 0; PPAP-Freigabe vor Serienstart.
  • Gültigkeit: Gate-Kriterien und Schwellen sind OEM-/Kunden-spezifisch in CSR und Projektplan fixiert.

Anwendung in der industriellen Praxis

  • Risikoreduzierung in Entwicklungs- und Serienanlaufphasen.
  • Standardisierte Entscheidungsprozesse über Funktionen und Standorte.
  • Verknüpfung von qualitätsbezogenen Nachweisen mit Kundenanforderungen.

Quellen und Ausgabenstand

  • AIAG Manuals: APQP-3, Version 3rd Edition (Published: Mar 2024).
  • IATF 16949:2016 und ISO 9001:2015 als QMS-Rahmen.
  • Stand der Einordnung: Februar 2026.

Verwandte Begriffe