CT-Grundlagen

CT-Auflösung

die Fähigkeit des Systems, kleine Strukturen getrennt abzubilden

Auch bekannt als: Ortsauflösung, Detailerkennbarkeit, Resolution

Was ist CT-Auflösung?

CT-Auflösung bezeichnet die Fähigkeit des Systems, kleine Strukturen getrennt abzubilden. Das Thema ist ein methodisches Fundament für belastbare CT-Daten, weil es direkt auf Detektionsgrenze, Messfähigkeit und Reproduzierbarkeit wirkt.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Die wissenschaftliche Basis ist in der physikalischen Wechselwirkung von Röntgenstrahlung mit Materie sowie der mathematischen Datenverarbeitung verankert. Relevant sind insbesondere Zusammenspiel von Brennfleckunschärfe, Detektorpixel und Rekonstruktionsfilter. Für technische Entscheidungen müssen diese Zusammenhänge als quantifizierbare Messkette verstanden werden.

Relevante Kennzahlen

  • Ortsauflösung, Kontrast-zu-Rausch-Verhältnis und Messunsicherheit sind zentrale Kenngrössen.
  • Systematische Einflüsse werden über Kalibrierung, Referenzkörper und Wiederholmessungen abgesichert.
  • Parameteränderungen müssen hinsichtlich Robustheit und Übertragbarkeit auf Serienbedingungen bewertet werden.

Normbezug und Schwellwerte

  • Normbezug: ISO 15708-2:2025 und ISO 15708-4:2025 sowie VDI/VDE 2630 Blatt 1.2:2018-06.
  • Typische Schwellwerte (Praxis): Zielmerkmal sollte mit mindestens 2-3 Voxeln abgebildet sein; für robuste Defektdetektion häufig mindestens 3 Voxel pro kleinstem relevanten Defekt.
  • Gültigkeit: Erforderliche Auflösung ergibt sich aus Funktionsrisiko, Toleranzlage und Prüfaufgabe.

Anwendung in der industriellen Praxis

  • Auslegung valider Scanparameter für Defekt- und Messaufgaben.
  • Objektive Interpretation von CT-Befunden in Entwicklung und Serie.
  • Vergleichbarkeit von Ergebnissen zwischen Anlagen, Chargen und Zeitpunkten.

Quellen und Ausgabenstand

  • ISO 15708-2:2025 und ISO 15708-4:2025.
  • VDI/VDE 2630 Blatt 1.2:2018-06.
  • Stand der Einordnung: Februar 2026.

Verwandte Begriffe