Qualitätsmanagement

FMEA

die präventive Risikoanalyse möglicher Fehlerarten und ihrer Auswirkungen

Auch bekannt als: Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse, Failure Mode and Effects Analysis, Risikoanalyse

Was ist FMEA?

FMEA bezeichnet die präventive Risikoanalyse möglicher Fehlerarten und ihrer Auswirkungen. Im industriellen Umfeld wird der Begriff genutzt, um Qualitätsrisiken systematisch zu steuern und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Die methodische Grundlage basiert auf statistischen und prozessorientierten Konzepten. Im Zentrum stehen AIAG-VDA-Logik mit Ursachen, Auswirkungen und Aktionspriorität. CT-Daten können diese Systeme um innere Bauteilinformationen ergänzen und damit die Evidenzqualität erhöhen.

Relevante Kennzahlen

  • Wirksamkeit der Methode anhand definierter KPI und Zielwerte.
  • Reaktionszeit zwischen Abweichungserkennung und stabiler Korrektur.
  • Nachhaltigkeit der Massnahmen über mehrere Produktionszyklen.

Normbezug und Schwellwerte

  • Normbezug: AIAG & VDA FMEA Handbook (FMEAAV-1, 1st Edition, 2nd Printing, Published: Aug 2022).
  • Typische Schwellwerte (Praxis): Action Priority “H” erfordert verpflichtende Massnahmen; offene Hochrisikothemen vor SOP typischerweise = 0.
  • Gültigkeit: Risikobewertung bleibt team- und kontextabhängig und muss mit Felddaten rückgekoppelt werden.

Anwendung in der industriellen Praxis

  • Risikoreduzierung in Entwicklungs- und Serienanlaufphasen.
  • Standardisierte Entscheidungsprozesse über Funktionen und Standorte.
  • Verknüpfung von qualitätsbezogenen Nachweisen mit Kundenanforderungen.

Quellen und Ausgabenstand

  • AIAG & VDA FMEA Handbook, Produktcode FMEAAV-1, 1st Edition, 2nd Printing (Published: Aug 2022).
  • Stand der Einordnung: Februar 2026.

Verwandte Begriffe