Was ist Fügekontrolle?
Fügekontrolle bezeichnet die CT-Prüfung von Schweiss-, Löt-, Klebe- oder Pressverbindungen. Das Verfahren liefert entscheidbare Qualitätsdaten für Produktfreigabe, Prozessoptimierung und Ursachenanalyse.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Methodisch stützt sich das Verfahren auf standardisierte Workflows aus Datenerfassung, Segmentierung, Merkmalsextraktion und Bewertung. Kernelemente sind Analyse von Bindeflächen, Porenanteilen und Spaltverteilungen. Die Aussagekraft entsteht erst durch nachvollziehbare Kriterien und definierte Akzeptanzgrenzen.
Relevante Kennzahlen
- Nachweisgrenze und Fehlklassifikationsrisiko für relevante Fehlermodi.
- Wiederholbarkeit der Auswertung bei identischen Eingangsdaten.
- Kennzahlenbezug zu funktionalen Lastzonen und Spezifikationen.
Normbezug und Schwellwerte
- Normbezug: ISO 17636-2:2022, ISO 15708-3:2025 sowie ISO 1101:2017 für geometrische Merkmalsbewertung.
- Typische Schwellwerte (Praxis): Unzulässige Fügefehler in kritischen Lastpfaden = 0; Geometrie- und Lagekriterien gemäss Zeichnungstoleranz einzuhalten.
- Gültigkeit: Die massgebliche Norm richtet sich nach Fügeverfahren, Werkstoff und Sicherheitsklasse.
Anwendung in der industriellen Praxis
- Freigabeentscheidungen in Anlauf und Serie datenbasiert absichern.
- Abweichungen früh erkennen und ursachengerichtet priorisieren.
- Kunden- und Lieferantenkommunikation durch objektive CT-Berichte verbessern.
Quellen und Ausgabenstand
- ISO 17636-2:2022 (digitale Durchstrahlungsprüfung).
- ISO 15708-3:2025 (CT-Betrieb/Interpretation).
- ISO 1101:2017 (GPS-Tolerierung).
- Stand der Einordnung: Februar 2026.