Verfahren

Inline-CT

die in den Produktionsablauf integrierte automatisierte CT-Prüfung

Auch bekannt als: In-Line CT, Automatisierte CT-Prüfung, Serien-CT

Was ist Inline-CT?

Inline-CT bezeichnet die in den Produktionsablauf integrierte automatisierte CT-Prüfung. Das Verfahren liefert entscheidbare Qualitätsdaten für Produktfreigabe, Prozessoptimierung und Ursachenanalyse.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Methodisch stützt sich das Verfahren auf standardisierte Workflows aus Datenerfassung, Segmentierung, Merkmalsextraktion und Bewertung. Kernelemente sind Taktzeitoptimierung, automatische Klassifikation und Prozessrückkopplung. Die Aussagekraft entsteht erst durch nachvollziehbare Kriterien und definierte Akzeptanzgrenzen.

Relevante Kennzahlen

  • Nachweisgrenze und Fehlklassifikationsrisiko für relevante Fehlermodi.
  • Wiederholbarkeit der Auswertung bei identischen Eingangsdaten.
  • Kennzahlenbezug zu funktionalen Lastzonen und Spezifikationen.

Normbezug und Schwellwerte

  • Normbezug: ISO 15708-3:2025 sowie IATF 16949:2016 in Verbindung mit ISO 9001:2015.
  • Typische Schwellwerte (Praxis): Prüfzeit höchstens Linientakt; Fehlerschlupf (False Accept) und Fehlalarm (False Reject) werden mit kundenspezifischen Zielwerten begrenzt (z. B. unter 1-2 %).
  • Gültigkeit: Takt- und Entscheidungsgrenzen sind an Produktmix, Risiko und Eskalationsstrategie gebunden.

Anwendung in der industriellen Praxis

  • Freigabeentscheidungen in Anlauf und Serie datenbasiert absichern.
  • Abweichungen früh erkennen und ursachengerichtet priorisieren.
  • Kunden- und Lieferantenkommunikation durch objektive CT-Berichte verbessern.

Quellen und Ausgabenstand

  • ISO 15708-3:2025.
  • IATF 16949:2016 und ISO 9001:2015.
  • Stand der Einordnung: Februar 2026.

Verwandte Begriffe