Was ist Montageprüfung?
Montageprüfung bezeichnet die Prüfung von Vollständigkeit, Lage und Orientierung in Baugruppen. Das Verfahren liefert entscheidbare Qualitätsdaten für Produktfreigabe, Prozessoptimierung und Ursachenanalyse.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Methodisch stützt sich das Verfahren auf standardisierte Workflows aus Datenerfassung, Segmentierung, Merkmalsextraktion und Bewertung. Kernelemente sind Baugruppen-Segmentierung und Soll-Ist-Lagevergleich. Die Aussagekraft entsteht erst durch nachvollziehbare Kriterien und definierte Akzeptanzgrenzen.
Relevante Kennzahlen
- Nachweisgrenze und Fehlklassifikationsrisiko für relevante Fehlermodi.
- Wiederholbarkeit der Auswertung bei identischen Eingangsdaten.
- Kennzahlenbezug zu funktionalen Lastzonen und Spezifikationen.
Normbezug und Schwellwerte
- Normbezug: ISO 1101:2017, ISO 5459:2024 sowie IATF 16949:2016 (prozessseitige Absicherung).
- Typische Schwellwerte (Praxis): Kritische Montagekriterien (Lage, Sitz, Vollständigkeit) müssen zu 100 % spezifikationskonform sein.
- Gültigkeit: Bewertungsregeln sind montage- und kundenbezogen in Prüfplan/Control Plan zu definieren.
Anwendung in der industriellen Praxis
- Freigabeentscheidungen in Anlauf und Serie datenbasiert absichern.
- Abweichungen früh erkennen und ursachengerichtet priorisieren.
- Kunden- und Lieferantenkommunikation durch objektive CT-Berichte verbessern.
Quellen und Ausgabenstand
- ISO 1101:2017.
- ISO 5459:2024.
- IATF 16949:2016.
- Stand der Einordnung: Februar 2026.