Qualitätsmanagement

MSA

die Eignungsbewertung eines Messsystems für Qualitätsentscheidungen

Auch bekannt als: Measurement System Analysis, Gage R&R, Messfähigkeitsanalyse

Was ist MSA?

MSA bezeichnet die Eignungsbewertung eines Messsystems für Qualitätsentscheidungen. Im industriellen Umfeld wird der Begriff genutzt, um Qualitätsrisiken systematisch zu steuern und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Die methodische Grundlage basiert auf statistischen und prozessorientierten Konzepten. Im Zentrum stehen Bias, Linearität, Stabilität und Wiederhol-Reproduzierbarkeit. CT-Daten können diese Systeme um innere Bauteilinformationen ergänzen und damit die Evidenzqualität erhöhen.

Relevante Kennzahlen

  • Wirksamkeit der Methode anhand definierter KPI und Zielwerte.
  • Reaktionszeit zwischen Abweichungserkennung und stabiler Korrektur.
  • Nachhaltigkeit der Massnahmen über mehrere Produktionszyklen.

Normbezug und Schwellwerte

  • Normbezug: AIAG MSA (MSA-4, Version 4, Published: Jun 2010) sowie VDA Band 5 (3., überarb. Auflage, 07/2021).
  • Typische Schwellwerte (Praxis): %GRR unter 10 % (gut), 10-30 % (bedingt), über 30 % (nicht ausreichend); ndc mindestens 5 als Mindestziel.
  • Gültigkeit: Auswahl von Methode und Grenzwert hängt von Merkmalstyp, Toleranz und Risiko ab.

Anwendung in der industriellen Praxis

  • Risikoreduzierung in Entwicklungs- und Serienanlaufphasen.
  • Standardisierte Entscheidungsprozesse über Funktionen und Standorte.
  • Verknüpfung von qualitätsbezogenen Nachweisen mit Kundenanforderungen.

Quellen und Ausgabenstand

  • AIAG MSA, Produktcode MSA-4, Version 4 (Published: Jun 2010).
  • VDA Band 5 “Mess- und Prüfprozesse”, 3. überarbeitete Auflage (07/2021).
  • Stand der Einordnung: Februar 2026.

Verwandte Begriffe