Verfahren

Porositätsanalyse

die CT-gestützte Quantifizierung von Poren und Lunkern im Bauteilvolumen

Auch bekannt als: Porenanalyse, Lunkeranalyse, Porosity Analysis

Was ist Porositätsanalyse?

Porositätsanalyse bezeichnet die CT-gestützte Quantifizierung von Poren und Lunkern im Bauteilvolumen. Das Verfahren liefert entscheidbare Qualitätsdaten für Produktfreigabe, Prozessoptimierung und Ursachenanalyse.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Methodisch stützt sich das Verfahren auf standardisierte Workflows aus Datenerfassung, Segmentierung, Merkmalsextraktion und Bewertung. Kernelemente sind Defektsegmentierung, Clusterbildung und Bewertung nach Akzeptanzkriterien. Die Aussagekraft entsteht erst durch nachvollziehbare Kriterien und definierte Akzeptanzgrenzen.

Relevante Kennzahlen

  • Nachweisgrenze und Fehlklassifikationsrisiko für relevante Fehlermodi.
  • Wiederholbarkeit der Auswertung bei identischen Eingangsdaten.
  • Kennzahlenbezug zu funktionalen Lastzonen und Spezifikationen.

Normbezug und Schwellwerte

  • Normbezug: ISO 15708-3:2025 und ISO 15708-4:2025 für CT-Betrieb, Interpretation und Qualifizierung.
  • Typische Schwellwerte (Praxis): Porenvolumenanteil in kritischen Bereichen häufig im Bereich höchstens 0.5 %; zusätzlich Grenzwerte für Maximalporengrösse und Lage zur Funktionsfläche.
  • Gültigkeit: Konkrete Grenzwerte sind werkstoff-, lastfall- und OEM-spezifisch und müssen vertraglich festgelegt sein.

Anwendung in der industriellen Praxis

  • Freigabeentscheidungen in Anlauf und Serie datenbasiert absichern.
  • Abweichungen früh erkennen und ursachengerichtet priorisieren.
  • Kunden- und Lieferantenkommunikation durch objektive CT-Berichte verbessern.

Quellen und Ausgabenstand

  • ISO 15708-3:2025.
  • ISO 15708-4:2025.
  • Stand der Einordnung: Februar 2026.

Verwandte Begriffe