Was ist PPAP?
PPAP bezeichnet das Freigabeverfahren zur Bestätigung der Serienfähigkeit. Im industriellen Umfeld wird der Begriff genutzt, um Qualitätsrisiken systematisch zu steuern und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Die methodische Grundlage basiert auf statistischen und prozessorientierten Konzepten. Im Zentrum stehen Nachweispaket für Produkt- und Prozesskonformität beim Kunden. CT-Daten können diese Systeme um innere Bauteilinformationen ergänzen und damit die Evidenzqualität erhöhen.
Relevante Kennzahlen
- Wirksamkeit der Methode anhand definierter KPI und Zielwerte.
- Reaktionszeit zwischen Abweichungserkennung und stabiler Korrektur.
- Nachhaltigkeit der Massnahmen über mehrere Produktionszyklen.
Normbezug und Schwellwerte
- Normbezug: AIAG PPAP (PPAP-4, 4th Edition, 2nd Printing, Published: Nov 2009) sowie VDA Band 2 (6., überarb. Auflage, 04/2020).
- Typische Schwellwerte (Praxis): Freigabe erst nach vollständigem Nachweispaket (PSW) und geforderter Fähigkeitslage (häufig Cpk mindestens 1.33 für relevante Merkmale).
- Gültigkeit: Submission-Level (1-5) und Nachweisumfang sind kundenspezifisch vorzugeben.
Anwendung in der industriellen Praxis
- Risikoreduzierung in Entwicklungs- und Serienanlaufphasen.
- Standardisierte Entscheidungsprozesse über Funktionen und Standorte.
- Verknüpfung von qualitätsbezogenen Nachweisen mit Kundenanforderungen.
Quellen und Ausgabenstand
- AIAG PPAP, Produktcode PPAP-4, 4th Edition, 2nd Printing (Published: Nov 2009).
- VDA Band 2, 6. überarbeitete Auflage (04/2020).
- Stand der Einordnung: Februar 2026.