Was ist Rekonstruktion?
Rekonstruktion bezeichnet die mathematische Rückführung von 2D-Projektionen zu einem 3D-Volumen. Das Thema ist ein methodisches Fundament für belastbare CT-Daten, weil es direkt auf Detektionsgrenze, Messfähigkeit und Reproduzierbarkeit wirkt.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Die wissenschaftliche Basis ist in der physikalischen Wechselwirkung von Röntgenstrahlung mit Materie sowie der mathematischen Datenverarbeitung verankert. Relevant sind insbesondere FDK-Rückprojektion, iterative Verfahren und Regularisierung. Für technische Entscheidungen müssen diese Zusammenhänge als quantifizierbare Messkette verstanden werden.
Relevante Kennzahlen
- Ortsauflösung, Kontrast-zu-Rausch-Verhältnis und Messunsicherheit sind zentrale Kenngrössen.
- Systematische Einflüsse werden über Kalibrierung, Referenzkörper und Wiederholmessungen abgesichert.
- Parameteränderungen müssen hinsichtlich Robustheit und Übertragbarkeit auf Serienbedingungen bewertet werden.
Normbezug und Schwellwerte
- Normbezug: ISO 15708-2:2025 und ISO 15708-3:2025 (Prinzipien, Betrieb und Interpretation).
- Typische Schwellwerte (Praxis): Rekonstruktionsparameter gelten als freigegeben, wenn Referenzkörper und Wiederholmessungen stabile Ergebnisse innerhalb der Zielunsicherheit liefern.
- Gültigkeit: Parameter sind nicht universell übertragbar; jede wesentliche Änderung erfordert Requalifizierung.
Anwendung in der industriellen Praxis
- Auslegung valider Scanparameter für Defekt- und Messaufgaben.
- Objektive Interpretation von CT-Befunden in Entwicklung und Serie.
- Vergleichbarkeit von Ergebnissen zwischen Anlagen, Chargen und Zeitpunkten.
Quellen und Ausgabenstand
- ISO 15708-2:2025.
- ISO 15708-3:2025.
- Stand der Einordnung: Februar 2026.