Was ist Reverse Engineering?
Reverse Engineering bezeichnet die Rückführung realer Bauteile in digitale Geometriemodelle. Das Verfahren liefert entscheidbare Qualitätsdaten für Produktfreigabe, Prozessoptimierung und Ursachenanalyse.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Methodisch stützt sich das Verfahren auf standardisierte Workflows aus Datenerfassung, Segmentierung, Merkmalsextraktion und Bewertung. Kernelemente sind Volumensegmentierung, Oberflächenextraktion und CAD-Rückführung. Die Aussagekraft entsteht erst durch nachvollziehbare Kriterien und definierte Akzeptanzgrenzen.
Relevante Kennzahlen
- Nachweisgrenze und Fehlklassifikationsrisiko für relevante Fehlermodi.
- Wiederholbarkeit der Auswertung bei identischen Eingangsdaten.
- Kennzahlenbezug zu funktionalen Lastzonen und Spezifikationen.
Normbezug und Schwellwerte
- Normbezug: ISO 1101:2017, ISO 5459:2024 sowie VDI/VDE 2630 Blatt 1.2:2018-06.
- Typische Schwellwerte (Praxis): Mesh-/CAD-Abweichungen innerhalb der definierten Ziel- oder Toleranzbänder; vollständige Datenerfassung kritischer Funktionsflächen.
- Gültigkeit: Sollkriterien richten sich nach Verwendungszweck (Replikation, Optimierung, Reparatur) und rechtlichem Rahmen.
Anwendung in der industriellen Praxis
- Freigabeentscheidungen in Anlauf und Serie datenbasiert absichern.
- Abweichungen früh erkennen und ursachengerichtet priorisieren.
- Kunden- und Lieferantenkommunikation durch objektive CT-Berichte verbessern.
Quellen und Ausgabenstand
- ISO 1101:2017.
- ISO 5459:2024.
- VDI/VDE 2630 Blatt 1.2:2018-06.
- Stand der Einordnung: Februar 2026.