Verfahren

Schadensanalyse

die Ursachenaufklärung von Bauteilversagen mit datenbasierten Methoden

Auch bekannt als: Failure Analysis, Bruchanalyse, Root-Cause-Analyse

Was ist Schadensanalyse?

Schadensanalyse bezeichnet die Ursachenaufklärung von Bauteilversagen mit datenbasierten Methoden. Das Verfahren liefert entscheidbare Qualitätsdaten für Produktfreigabe, Prozessoptimierung und Ursachenanalyse.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Methodisch stützt sich das Verfahren auf standardisierte Workflows aus Datenerfassung, Segmentierung, Merkmalsextraktion und Bewertung. Kernelemente sind Verknüpfung von Defektmorphologie, Lastpfad und Prozesshistorie. Die Aussagekraft entsteht erst durch nachvollziehbare Kriterien und definierte Akzeptanzgrenzen.

Relevante Kennzahlen

  • Nachweisgrenze und Fehlklassifikationsrisiko für relevante Fehlermodi.
  • Wiederholbarkeit der Auswertung bei identischen Eingangsdaten.
  • Kennzahlenbezug zu funktionalen Lastzonen und Spezifikationen.

Normbezug und Schwellwerte

  • Normbezug: IATF 16949:2016, ISO 9001:2015 (insb. Korrekturmassnahmenlogik) sowie VDA QMC 8D-Fehlerkategorien (01/2023).
  • Typische Schwellwerte (Praxis): Wirksamkeit gilt als nachgewiesen, wenn der identifizierte Fehlermechanismus reproduzierbar belegt und die Wiederholrate im Beobachtungszeitraum auf Zielniveau sinkt.
  • Gültigkeit: Bewertungsdaür und Akzeptanzkriterien sind nach Risiko, Einsatzprofil und Kundenanforderung festzulegen.

Anwendung in der industriellen Praxis

  • Freigabeentscheidungen in Anlauf und Serie datenbasiert absichern.
  • Abweichungen früh erkennen und ursachengerichtet priorisieren.
  • Kunden- und Lieferantenkommunikation durch objektive CT-Berichte verbessern.

Quellen und Ausgabenstand

  • IATF 16949:2016 und ISO 9001:2015.
  • VDA QMC: 8D-Fehlerkategorien (01/2023).
  • Stand der Einordnung: Februar 2026.

Verwandte Begriffe