CT-Grundlagen

Voxel

das kleinste Volumenelement eines rekonstruierten CT-Datensatzes

Auch bekannt als: Volumenpixel, 3D-Pixel, Volumenelement

Was ist Voxel?

Voxel bezeichnet das kleinste Volumenelement eines rekonstruierten CT-Datensatzes. Das Thema ist ein methodisches Fundament für belastbare CT-Daten, weil es direkt auf Detektionsgrenze, Messfähigkeit und Reproduzierbarkeit wirkt.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Die wissenschaftliche Basis ist in der physikalischen Wechselwirkung von Röntgenstrahlung mit Materie sowie der mathematischen Datenverarbeitung verankert. Relevant sind insbesondere Abbildung zwischen Detektorpixel, Vergrößerung und isotropem Volumenraster. Für technische Entscheidungen müssen diese Zusammenhänge als quantifizierbare Messkette verstanden werden.

Relevante Kennzahlen

  • Ortsauflösung, Kontrast-zu-Rausch-Verhältnis und Messunsicherheit sind zentrale Kenngrössen.
  • Systematische Einflüsse werden über Kalibrierung, Referenzkörper und Wiederholmessungen abgesichert.
  • Parameteränderungen müssen hinsichtlich Robustheit und Übertragbarkeit auf Serienbedingungen bewertet werden.

Normbezug und Schwellwerte

  • Normbezug: ISO 15708-1:2024 und ISO 15708-2:2025 (Terminologie und CT-Prinzipien).
  • Typische Schwellwerte (Praxis): Kleinste bewertbare Struktur typischerweise mindestens 2-3 Voxel; für robuste Defektbewertung meist mindestens 3 Voxel.
  • Gültigkeit: Voxelgrösse allein bestimmt nicht die Messqualität; entscheidend ist die gesamte Messkette inklusive Rauschen und Artefakten.

Anwendung in der industriellen Praxis

  • Auslegung valider Scanparameter für Defekt- und Messaufgaben.
  • Objektive Interpretation von CT-Befunden in Entwicklung und Serie.
  • Vergleichbarkeit von Ergebnissen zwischen Anlagen, Chargen und Zeitpunkten.

Quellen und Ausgabenstand

  • ISO 15708-1:2024.
  • ISO 15708-2:2025.
  • Stand der Einordnung: Februar 2026.

Verwandte Begriffe