Verfahren

Wanddickenmessung

die lokale Messung von Materialstärken im 3D-Volumen

Auch bekannt als: Thickness Analysis, Wandstärkeanalyse, Schichtdickenanalyse

Was ist Wanddickenmessung?

Wanddickenmessung bezeichnet die lokale Messung von Materialstärken im 3D-Volumen. Das Verfahren liefert entscheidbare Qualitätsdaten für Produktfreigabe, Prozessoptimierung und Ursachenanalyse.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Methodisch stützt sich das Verfahren auf standardisierte Workflows aus Datenerfassung, Segmentierung, Merkmalsextraktion und Bewertung. Kernelemente sind Distanzfeldverfahren zwischen Innen- und Aussenoberflächen. Die Aussagekraft entsteht erst durch nachvollziehbare Kriterien und definierte Akzeptanzgrenzen.

Relevante Kennzahlen

  • Nachweisgrenze und Fehlklassifikationsrisiko für relevante Fehlermodi.
  • Wiederholbarkeit der Auswertung bei identischen Eingangsdaten.
  • Kennzahlenbezug zu funktionalen Lastzonen und Spezifikationen.

Normbezug und Schwellwerte

  • Normbezug: ISO 14405-1:2025, ISO 1101:2017 sowie VDI/VDE 2630 Blatt 2.1:2015-06.
  • Typische Schwellwerte (Praxis): Einhaltung von t_min/t_max gemäss Spezifikation; sicherheitsrelevante Mindestwanddicke wird ohne Ausnahmetoleranz bewertet.
  • Gültigkeit: Schwellwerte ergeben sich aus Lastfall, Werkstoff und Konstruktionsvorgabe.

Anwendung in der industriellen Praxis

  • Freigabeentscheidungen in Anlauf und Serie datenbasiert absichern.
  • Abweichungen früh erkennen und ursachengerichtet priorisieren.
  • Kunden- und Lieferantenkommunikation durch objektive CT-Berichte verbessern.

Quellen und Ausgabenstand

  • ISO 14405-1:2025.
  • ISO 1101:2017.
  • VDI/VDE 2630 Blatt 2.1:2015-06.
  • Stand der Einordnung: Februar 2026.

Verwandte Begriffe