Was ist Zero Defect?
Zero Defect bezeichnet die Strategie zur systematischen Fehlervermeidung in Entwicklung und Produktion. Im industriellen Umfeld wird der Begriff genutzt, um Qualitätsrisiken systematisch zu steuern und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Die methodische Grundlage basiert auf statistischen und prozessorientierten Konzepten. Im Zentrum stehen Prävention, Poka-Yoke und datenbasierte Prozessregelkreise. CT-Daten können diese Systeme um innere Bauteilinformationen ergänzen und damit die Evidenzqualität erhöhen.
Relevante Kennzahlen
- Wirksamkeit der Methode anhand definierter KPI und Zielwerte.
- Reaktionszeit zwischen Abweichungserkennung und stabiler Korrektur.
- Nachhaltigkeit der Massnahmen über mehrere Produktionszyklen.
Normbezug und Schwellwerte
- Normbezug: IATF 16949:2016 in Verbindung mit ISO 9001:2015 (Fehlervermeidung und kontinuierliche Verbesserung).
- Typische Schwellwerte (Praxis): Zielbild 0 Fehler beim Kunden; operative KPI häufig über PPM-Ziele und Reklamationsraten (z. B. unter 10 ppm) gesteuert.
- Gültigkeit: “Null Fehler” ist ein strategischer Zielzustand, die operative Steuerung erfolgt über realistische Zwischenziele.
Anwendung in der industriellen Praxis
- Risikoreduzierung in Entwicklungs- und Serienanlaufphasen.
- Standardisierte Entscheidungsprozesse über Funktionen und Standorte.
- Verknüpfung von qualitätsbezogenen Nachweisen mit Kundenanforderungen.
Quellen und Ausgabenstand
- IATF 16949:2016.
- ISO 9001:2015.
- Stand der Einordnung: Februar 2026.